Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen

UN-Menschenrechtsrat

Die Ver­ein­ten Natio­nen haben das Inter­na­tio­na­le Über­ein­kom­men zum Schutz aller Per­so­nen vor dem Ver­schwin­den­las­sen ver­ab­schie­det, um das Ver­schwin­den­las­sen miß­lie­bi­ger Per­so­nen bes­ser bekämp­fen zu kön­nen. Mit die­sem ver­bind­li­chen Ver­trag wer­den die Ver­tragst­saa­ten ver­pflich­tet, das Ver­schwin­den­las­sen unter Stra­fe zu stel­len und ver­schafft den Opfern und ihren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen Infor­ma­ti­ons- und Ent­schä­di­gungs­rech­te.

Ver­schwin­den­las­sen von Per­so­nen zählt zu den schlimms­ten For­men staat­li­cher Repres­si­on und umfasst gleich diver­se Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen, von denen – neben der ver­miss­ten Per­son sel­ber – auch die Ange­hö­ri­ge betrof­fen sind. Zu den Men­schen­rech­ten, die grund­sätz­lich beim Ver­schwin­den­las­sen einer Per­son ver­letzt wer­den, gehört:

  • das Recht auf per­sön­li­che Frei­heit
  • das Recht auf Bewe­gungs­frei­heit
  • das Recht auf men­schen­wür­di­ge Haft­be­din­gun­gen
  • das Recht auf ein fai­res, öffent­li­ches Ver­fah­ren vor einem unab­hän­gi­gen Gericht
  • das Recht auf Pri­vat- und Fami­li­en­le­bens.
  • das Recht auf Infor­ma­ti­ons­frei­heit

Wei­te­re Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen kön­nen im Ein­zel­fall noch dazu kom­men:

  • das Recht, nicht der Fol­ter oder ande­rer grau­sa­mer, unmensch­li­cher oder ernied­ri­gen­der Behand­lung oder Stra­fe unter­wor­fen zu wer­den
  • das Recht, nicht dem Men­schen­han­del oder der Skla­ve­rei unter­wor­fen zu wer­den
  • das Recht auf Gesund­heit und kör­per­li­che Unver­sehrt­heit
  • das Rechts auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung, auf Ver­samm­lungs- und Ver­ei­ni­gungs­frei­heit

und nicht zuletzt

  • das Recht auf Leben

Die­se Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen kön­nen durch einen in der Kon­ven­ti­on auf­ge­nom­me­nen Über­wa­chungs­me­cha­nis­mus nicht nur ange­zeigt wer­den, son­dern sol­len auch prä­ven­tiv ver­hin­dert wer­den.

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