Aus­schuss über das Verschwindenlassen

Der Aus­schuss über das Ver­schwin­den­las­sen (Com­mit­tee on Enfor­ced Disap­pearan­ces, CED) ist als Kon­troll­aus­schuss dafür zustän­dig, das die in der Kon­ven­ti­on über das Ver­schwin­den­las­sen ver­ein­bar­ten Rech­te und Pflich­ten ein­ge­hal­ten wer­den. Er besteht aus 10 unab­hän­gi­gen Exper­ten, die von den Ver­trags­staa­ten auf der Grund­la­ge einer gerech­ten geo­gra­phi­schen Ver­tei­lung in gehei­mer Wahl für vier Jah­re gewählt wer­den (Arti­kel 26 der Kon­ven­ti­on). Alle zwei Jah­re wer­den fünf Mit­glie­der neu gewählt, wobei eine Wie­der­wahl mög­lich ist.

Mit­glie­der­lis­te (Stand 11. Juli 2013):
Herr Moham­med AL-OBAIDI, Irak, bis 30. Juni 2017
Herr Mama­dou Badio CAMARA, Sene­gal, bis 30. Juni 2015
Herr Sant­ia­go CORCUERA CABEZUT, Mexi­ko, bis 30. Juni 2017
Herr Emma­nu­el DECAUX, Frank­reich, bis 30. Juni 2015
Herr Alva­ro GARCÉ GARCÍA Y SANTOS, Uru­gu­ay, bis 30. Juni 2015
Herr Lucia­no HAZAN, Argen­ti­ni­en, bis 30. Juni 2017
Herr Rai­ner HUHLE, Deutsch­land, bis 30. Juni 2015
Frau Sue­la JANINA, Alba­ni­en, bis 30. Juni 2015
Herr Juan José LÓPEZ ORTEGA, Spa­ni­en, bis 30. Juni 2017
Herr Kimio YAKUSHIJI, Japan, bis 30. Juni 2017

Zur Wahr­neh­mung sei­ner Auf­ga­ben sind dem Aus­schuss weit­rei­chen­de Kom­pe­ten­zen ein­ge­räumt wor­den. Zu sei­nen Auf­ga­ben zählt:

  • Arti­kel 29: die Prü­fung der Staa­ten­be­rich­te, die jeder Ver­trags­staat über die Maß­nah­men vor­zu­le­gen hat, die er zur Erfül­lung sei­ner Ver­pflich­tun­gen aus dem Über­ein­kom­men getrof­fen hat. Der Aus­schuss kann die Ver­trags­staa­ten zudem um zusätz­li­che Anga­ben über die Durch­füh­rung die­ses Über­ein­kom­mens ersu­chen und kann sel­ber zu dem Bericht Bemer­kun­gen, Stel­lung­nah­men oder Emp­feh­lun­gen abgeben.
  • Arti­kel 30: die Bear­bei­tung von Such­an­trä­gen in drin­gen­den Fäl­len, wobei der Aus­schuss sei­ne Bemü­hun­gen, mit dem betref­fen­den Ver­trags­staat zusam­men­zu­ar­bei­ten, so lan­ge fort­setzt, wie das Schick­sal der gesuch­ten Per­son nicht auf­ge­klärt ist.
  • Arti­kel 31: die Ent­ge­gen­nah­me und Prü­fung von Indi­vi­du­al­be­schwer­den, wenn der durch die Beschwer­de betrof­fe­ne Staat eine Zusatz­er­klä­rung abge­ge­ben hat, mit der er die Zustän­dig­keit des Aus­schus­ses erklärt.
  • Arti­kel 32: die Ent­ge­gen­nah­me und Prü­fung der Beschwer­de eines Staa­tes, wenn der Ver­trags­staat erklärt hat, das er die Zustän­dig­keit des Aus­schus­ses für die Fäl­le aner­kennt, in denen ein Ver­trags­staat gel­tend macht, ein ande­rer Ver­trags­staat kom­me sei­nen Ver­pflich­tun­gen aus dem Über­ein­kom­men nicht nach.
  • Arti­kel 33: die Durch­füh­rung von Besu­chen, wenn zuver­läs­si­ge Infor­ma­tio­nen über schwer­wie­gen­de Ver­let­zun­gen der Bestim­mun­gen durch den Ver­trags­staat vorliegen
  • Arti­kel 34: die selbst eru­ier­ten Fäl­le von ver­brei­te­tem und sys­te­ma­ti­schem Ver­schwin­den­las­sen der Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen zur Kennt­nis bringen.
  • Arti­kel 36: das Vor­le­gen eines Jah­res­be­richt über sei­ne Tätig­keit auf­grund die­ses Übereinkommens

Bei allen sei­nen Befug­nis­sen arbei­tet der Aus­schuss nach Arti­kel 28 der Kon­ven­ti­on nicht nur mit den Ver­trags­or­ga­nen der Ver­ein­ten Natio­nen son­dern mit allen geeig­ne­ten Orga­nen, Dienst­stel­len, Son­der­or­ga­ni­sa­tio­nen und Fonds der Ver­ein­ten Natio­nen zusam­men. Dar­über hin­aus berät sich der Aus­schuss mit den Ver­trags­or­ga­nen ande­rer Men­schen­rechts­über­ein­kom­men, ins­be­son­de­re mit dem durch den Inter­na­tio­na­len Pakt über bür­ger­li­che und poli­ti­sche Rech­te errich­te­ten Aus­schuss für Men­schen­rech­te , um die Ein­heit­lich­keit ihrer jewei­li­gen Stel­lung­nah­men und Emp­feh­lun­gen zu gewähr­leis­ten (Arti­kel 28, Abs.2 der Konvention).

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